AGGRESSIONSVERHALTEN DER HUNDE


Was kann ich tun, wenn mein Hund aggressives Verhalten zeigt?

In den Medien hört oder liest man immer wieder von aggressiven Hunden, die jemanden gebissen und verletzt oder sogar getötet haben. Viele solcher Vorfälle könnten jedoch im Vorfeld vermieden werden. Warum zeigen Hunde Aggressionsverhalten und was können wir tun, dass Beißunfälle weitgehend vermieden werden?

Warum setzen Hunde eigentlich Aggressionsverhalten ein?
Hunde zeigen Aggressionsverhalten, wenn sie Angst haben, sich verteidigen müssen oder wenn sie auf Beutejagd sind. In erster Linie wollen sie damit Distanz zu ihrem Gegenüber (z.B. anderer Hund oder Mensch) schaffen, Rangunterschiede herstellen oder das eigene Leben erhalten.
Die Aggressionsbereitschaft des Hundes ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von Umwelteinflüssen, vom sozialen Umfeld oder der fehlenden Sozialisierung gegenüber anderen Hunden oder Menschen.
Natürlich gibt es auch Rassen, die eine niedrigere Reizschwelle haben als andere Rassen. Das muss man im Training unbedingt berücksichtigen.
Der Hund kann auch Aggressionsverhalten durch Fehlverknüpfungen (Hund lernt durch gedankliche Verknüpfung) entwickeln.
Aber auch durch mangelndes Fachwissen unsererseits über Ausdrucksverhalten des Hundes kann es zu Missverständnissen kommen.
Einerseits wollen wir ja auch, dass uns unser Hund beschützt und es ist klarzustellen, wann er das darf und wann nicht.
Unbedingt ist zu beachten, dass Hunde, die krankheitsbedingte Schmerzen haben auch sehr oft aggressiv reagieren können.

Wie kann Aggressionsverhalten vermieden werden? Ganz wichtig dabei ist die Einhaltung von Distanzen. Denn es ist für einen Hund von enormer Wichtigkeit, sein Gegenüber (Mensch oder Hund) einschätzen zu können, wie zum Beispiel: Ist das Gegenüber bekannt oder fremd, gibt es vorangegangene Erlebnisse mit dem Gegenüber, ist Sympathie oder Antipathie vorhanden, wie ist die momentane Stimmungslage, wie verhält sich das Gegenüber, gibt es Einwirkung durch den Besitzer und vieles mehr!
Denn wenn der Hund dies alles berücksichtigen kann, hat er keinen Grund aggressiv zu reagieren, außer er hat schon bei dieser oder anderen Begegnungen schlechte Erfahrungen gemacht.
Die „richtige“ Distanz ist abhängig von der Situation und ist dann hergestellt, wenn der Hund noch nicht aggressiv reagiert. Natürlich ist es einfacher, wenn man mit dem Hund schon im Welpenalter beginnen kann und den Hund so gut wie möglich sozialisiert.
Wenn jedoch bereits unerwünschtes Aggressionsverhalten des Hundes vorhanden ist, kann dies durch gezieltes Training verändert werden.
Aggressionsverhalten sollte niemals mit Aggression unsererseits beantwortet werden, denn das macht den Hund noch aggressiver.
Ein wichtiges Thema dabei ist auch das vieldiskutierte „Dominanzproblem“. Wir hören immer wieder: „Pass auf, dass Dein Hund nicht zu dominant wird!“ Oder: „Dein Hund darf nicht im Bett oder auf dem Sofa liegen, denn dann wird er dominant!“ und so weiter.
Meines Erachtens sind diese Annahmen längst überholt. Kann es wirklich sein, dass unsere Hunde nur danach trachten, uns zu dominieren? Nein. Hunde übernehmen immer wieder bestimmte Rollen von ihren Besitzern, aber nur dann, wenn sie Frauchen oder Herrchen für inkompetent halten. Also sollten wir unseren Hunden gegenüber kompetent sein. Das können wir, indem wir liebevoll aber klar, konsequente Richtlinien vorgeben. Dann können viele Missverständnisse ausgeräumt werden und Aggressionsverhalten eingedämmt oder vermieden werden!
Jedes Verhalten des Hundes hängt von der jeweiligen Situation ab und je besser ich meinen Hund kenne, desto größer ist meine Chance, die jeweiligen Situationen im Griff zu behalten.

(c) Karin Langer 2009

STRESS BEI HUNDEN


In der heutigen schnelllebigen Zeit nimmt auch der Stress bei unseren Hunden stetig zu. Was bedeutet Stress für Hunde und wie können wir diesem Stress entgegenwirken?

Im Laufe meiner Beratung treffe ich immer wieder, und die Tendenz ist steigend, auf Hunde, die massiv unter Stress leiden.

Ein extremes Beispiel aus meiner Praxis ist eine 5 jährige Schäferhündin, die 4 Jahre lang in einem Zwinger als Gebärmaschine ihr Dasein fristete. Diese Hündin lag bei ihrer neuen Besitzerin anfangs nur im Garten an den Zaun gedrückt und ging der Besitzerin nicht zu. Sie zeigte keinerlei Interesse an ihrer Umwelt und war die ganze Zeit nur angespannt. Die einzige Bewegung, die sie machte, war, dass sie in einem kleinen Kreis schnell auf und ab lief. Dieser Bewegungsablauf war stereotyp. Es war offensichtlich, dass diese Hündin unter fast unüberwindbaren Stress stand. Durch mein spezielles Antistress-Training ist diese Hündin nun auf dem besten Weg zur seelischen Gesundung.

Stress kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Ein zu großes Angebot an Reizen oder gar der Entzug von Reizen können zu Stress führen. Weiters können Schmerzen, soziale Isolation, psychische Stressoren, wie Konflikte und Angst und auch körperliche Überforderung, Stress hervorrufen. Dies sind nur wenige Beispiele für Stressauslöser.

Stress kann sich äußern, indem sich der Hund nervös und ruhelos benimmt. Oft ist auch häufiges Koten und Urinieren ein Zeichen für Stress. Besonders deutlich ist Stress zu erkennen, wenn der Hund eine übertriebene Körperpflege, bis hin zur Selbstverletzung, zeigt. Aber auch Hautprobleme, wie Schuppen oder haarlose Stellen, können auf einen erhöhten Stresspegel hindeuten. Es gibt noch eine breite Palette an Beispielen für Stresssymptome.

Schwerer Stress, der nicht abgebaut wird, kann zunächst zu starker Erschöpfung und in weiterer Folge zu massiven körperlichen Problemen führen.

Es ist wichtig, genau zu prüfen, warum und in welchen Situationen der Hund unter Stress leidet. Das Gesamtverhalten des Hundes muss dabei beachtet werden, nicht nur die einzelnen Symptome! Ganz wichtig ist auch die Abklärung durch einen Tierarzt, ob der Hund medizinisch gesund ist. Natürlich gibt es auch medizinische Ursachen, die Stress auslösen können!

Stress kann mit dem richtigen Trainingsprogramm für Hund und Besitzer abgebaut werden. Neuaufbau des Trainingsprogramms (ohne Stressfaktoren), kommunikatives Spazierengehen, Vermeidung von wilden Spielen, die eigene Ruhe auf den Hund übertragen und vieles mehr!!

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Hund Stressverhalten zeigt, oder Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund gestresst ist, bin ich gerne für Sie da!

(c) Karin Langer 2009

HUND UND SILVESTER


Silvester – Stress für viele Hunde

Nun ist der Winter wieder zu Gast und ein weiterer Jahreswechsel steht bald bevor.
Und wie jedes Jahr kommen vielen Hundebesitzern die Gedanken in den Sinn, wie sie ihrem Hund helfen können, möglichst stressfrei durch diese Tage des lauten Knallens zu kommen.

Viele Hunde geraten durch das Knallen und Rattern der Feuerwerkskörper, vor allem zu den Silvesterfeierlichkeiten, in großen Stress und sogar in absolute Panik. Auch anderen Haustieren ergeht es ebenso.

Die einfachste Lösung wäre, auf das Entzünden von Feuerwerkskörper flächendeckend zu verzichten. Doch dies ist in der Realität nicht durchführbar.
So können Sie Ihrem Hund nur helfen, die Angst vor der Knallerei abzubauen beziehungsweise dieser vorzubeugen.

Am besten für Ihren Hund ist es, den Silvesterabend mit ihm zu verbringen und ihn nicht alleine zu lassen. Das gibt Ihrem Hund Sicherheit.

Wenn Ihr Hund Angst zeigt, versuchen Sie nicht ihn zu trösten oder auf ihn einzureden, das bestätigt und verstärkt seine Angst. Ignorieren Sie sein unerwünschtes Verhalten! Bleiben Sie selbst gelassen, das gibt Ihrem Hund wiederum Sicherheit. Begeben Sie sich nach Möglichkeit mit Ihrem Hund an einen Ort, an dem das Knallen gar nicht oder weniger zu hören ist.

Es werden auch zahlreiche Medikamente gegen Silvesterangst angeboten, fragen Sie dazu den Tierarzt Ihres Vertrauens. Homöopathie ist eine gute Alternative, mit der schon rechtzeitig begonnen werden sollte.

Natürlich gibt es auch vorbeugende Maßnahmen, mit denen Sie sofort beginnen können.
Eine Möglichkeit ist, den Alltagsstress für Ihren Hund zu verringern, sodass Ihr Hund im Gesamtverhalten ausgeglichener wird. Wie dies zu bewerkstelligen ist, ist von Hund zu Hund verschieden. Hier gibt es nur eine individuelle Lösung. Ein weniger gestresster Hund ist auch weniger geräuschempfindlich. Dies wird Ihrem Hund die Angst vor dem Knallen nicht ganz nehmen, aber ihm helfen, weniger Stress zu erleiden.

Eine andere Möglichkeit ist, Ihren Hund gegen verschiedene laute Geräusche und Lärm zu desensibilisieren. Damit sollten Sie mindestens 3 Wochen vor dem Silvesterereignis beginnen. Desensibilisierung (Gewöhnung) ist nicht nur für Silvester sinnvoll, sondern auch für den Alltag geeignet. Denn Hunde, die zu Silvester ängstlich sind, haben meist auch im täglichen Leben Angst vor lauten Geräuschen. Durch ein entsprechendes Desensibilisierungsprogramm kann geholfen werden.

Für jeden Hund gibt es die passende Maßnahme.

Gerne stehe ich Ihnen mit einem Anti-Stress-Programm, wie auch mit einem Desensibilisierungsprogramm zur Verfügung.

(c) Karin Langer 2009

UNSAUBERKEIT BEI DER KATZE


Katzen sind sehr saubere Tiere. Wenn Unsauberkeit auftritt, ist dies ein ernstzunehmendes Zeichen dafür, dass die Katze uns mitteilen möchte, dass sie sich nicht wohl fühlt.

In erster Linie ist vom Tierarzt Ihres Vertrauens zu überprüfen, ob es sich um eine medizinische Ursache handelt.

MEDIZINISCH BEDINGTE URSACHEN

Absetzen von Urin außerhalb des Katzenklos – z.B.:

-
Entzündung der unteren Harnwege
- Diabetes
- Nierenproblem
- Inkontinenz im Alter
- Markieren bei unkastrierten Katzen (jedoch auch kastrierte Katzen können markieren)

Symptome zu oben genannten Erkrankungen:

-
häufiger Harndrang
- viele kleine Lacken
- Blut im Urin (nicht immer mit freiem Auge erkennbar)
- gespannter voluminöser Unterbauch
- Mattheit
- Jammern
- vermehrte Wasseraufnahme

Absetzen von Kot außerhalb des Katzenklos – z.B.:

-
Durchfall
- Analdrüsen verstopft oder entzündet

Sollte ein oder mehrere der oben angeführten Symptome auftreten, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt!

Sind die vorgenannten Ursachen auszuschließen, sollten Sie sich mit der Psyche Ihrer Katze auseinandersetzen und Ihre Katze genau beobachten. Machen Sie sich Notizen, wann und wo die Katze Urin oder Kot absetzt, auch wann sie dazwischen auf das Katzenklo geht. Notieren Sie dazu, welche äußeren Umstände es in dieser Zeit gegeben hat. Aus diesen Notizen kann man einiges ablesen.

SEELISCH BEDINGTE URSACHEN

Wenn die Katze unsauber wird, bedeutet das, dass sie aus irgendeinem Grund Stress hat. Die Katzen wollen uns damit auf etwas aufmerksam machen. Sie tun dies niemals um uns zu ärgern. Daher bitte mit der Katze nicht schimpfen! Bestrafung erhöht den Stress und verstärkt die Unsauberkeit!

Mögliche Gründe für Unsauberkeit

-
Katzentoilette gefällt Ihrer Katze nicht (nicht sauber, anderes Streu, Platzierung nicht richtig, usw. – Streu sollte 6 – 7 cm hoch sein)
- zu wenige Katzentoiletten für die Katze(n) (Anzahl der Katzen + 1 Kisterl dazu!)
- Angst (hat im Zusammenhang mit dem Katzenklos schlechte Erfahrungen gemacht oder ist mir Ihrem Besuch nicht einverstanden, z.B. laute Kinder oder Hundebesuch)
- Veränderung in Ihrem Tagesablauf oder in dem der Katze
-Verlust eines Sozialpartners (Tier oder auch Mensch)
- Neuer Hausbewohner (Mensch oder Tier)
- Konflikte mit anderen Tieren im Haushalt
- Wohnungswechsel
- Einschränkung des gewohnten Freiganges oder wenn Räume tabu sind oder werden
- Abwesenheit, z.B. Urlaub
- Besitzer sind zu reinlich und lassen Katze nicht in Ruhe auf das Katzenklo gehen, weil sie schon darauf warten, das Geschäft der Katze zu entfernen. Die Katze fühlt sich dann gestört und wird sich andere Plätze für ihre Geschäfte suchen.

Abhilfe für Unsauberkeit (Ursachenforschung)

In erster Linie ist nach den Ursachen zu suchen (genaue Analyse). Welche Motivation hat die Katze für Unsauberkeit? Es ist wichtig, das tägliche Leben der Katze und ihres Menschen genau unter die Lupe zu nehmen. Man muss der Ursache auf den Grund gehen und nicht nur die Symptome bekämpfen. Eine Katze ist solange unsauber, bis man versteht, was sie damit ausdrücken will.
Meine Erfahrung zeigt, dass, wenn die Ursache der Unsauberkeit erkannt ist, die Lösung meist auf der Hand liegt und das Unsauberkeitsproblem damit gelöst ist.

Was Sie bei Unsauberkeit sofort tun können (unbedingt in Verbindung mit der Ursachenforschung)

- Kisterl sauber halten
- genügend Katzenklos aufstellen (manche Katzen setzen Kot in einem, Urin im anderen Kisterl ab) Regel: Anzahl der Katzen plus 1 Kisterl dazu
- Katze belohnen, wenn sie aufs Kisterl geht
- niemals für Unsauberkeit bestrafen – Stress wird größer
- Katze genau beobachten , Notizen machen
- lernen Sie die Bedürfnisse Ihrer Katze besser kennen
- Katze braucht Rückzugsgebiet (Privatsphäre), wo sie auch ungestört sein kann
- evtl. Homöopathie als Unterstützung

(c) Karin Langer 2009